Resilienz: Was ist das?
- 7. März 2024
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Okt. 2024
Resilienz beschreibt die Fähigkeit einer Person, sich von Rückschlägen, Stress und schwierigen Lebenssituationen zu erholen. Es handelt sich dabei um eine Art innere Widerstandskraft, die es ermöglicht, trotz Widrigkeiten positiv und zielorientiert zu bleiben. Resilienz ist ein Begriff, der in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, besonders im Kontext von psychischer Gesundheit und persönlicher Entwicklung. Die gute Nachricht ist, dass Resilienz wie ein Muskel trainiert werden kann und keine gänzlich angeborene Eigenschaft ist.

1. Resilienz: Bedeutung für deinen Alltag
Psychologische Resilienz ist die Fähigkeit einer Person, sich von schwierigen Lebenssituationen, Stress oder Rückschlägen zu erholen und gestärkt daraus hervorzugehen. Resilienz wird daher häufig auch als psychische Widerstandsfähigkeit bezeichnet. Resiliente Menschen können Stress und Krisen besser bewältigen, weil sie über bestimmte Fähigkeiten und Strategien verfügen, die ihnen helfen, mit Widrigkeiten umzugehen.
In der heutigen hektischen Welt ist Resilienz wichtiger denn je, denn sie hilft uns, die Herausforderungen des Lebens besser zu meistern. Vielleicht spürst du den zunehmenden beruflichen Stress, der durch die ständige Erreichbarkeit und den Druck, immer mehr zu leisten, entsteht. Die Veränderungen durch die Digitalisierung und die Globalisierung können überwältigend sein, da sie von uns verlangen, ständig neue Fähigkeiten zu erlernen und uns anzupassen. Auch die COVID-19-Pandemie hat viele von uns vor unerwartete Herausforderungen gestellt, sei es durch Homeoffice, soziale Isolation oder finanzielle Unsicherheiten. Für Eltern ist es wichtig, Kindern Resilienz zu vermitteln, damit sie den Druck durch Schule, soziale Medien und Freundeskreise bewältigen können. Zudem sind wir alle mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert, die uns zwingen, unsere Lebensweise anzupassen und nachhaltiger zu denken. Auch persönliche Schicksalsschläge können unsere Resilienz herausfordern. Von Krisen, Konflikten und Klimawandel bis hin zu persönlichen Schicksalsschlägen und Zukunftsängsten – Weltschmerz und Herausforderungen scheinen allgegenwärtig. Jeder Mensch wird in seinem Leben vor Herausforderungen gestellt, die er mal mehr oder mal weniger gut bewältigen kann. Doch anstatt sich von Weltschmerz und Herausforderungen überwältigen zu lassen, kannst du lernen, sie zu meistern. Resilienz hilft dir, diese schwierigen Zeiten nicht nur zu überstehen, sondern gestärkt daraus hervorzugehen.
2. Die Säulen der Resilienz
Häufig ist von 7 Säulen der Resilienz die Rede. Welche Säulen das aber genau sind, variiert von Quelle zu Quelle. Hier existiert bisher keine herrschende Meinung. Dementsprechend haben wir basierend auf unserer ausgiebigen Quellenrecherche für das 66days-Journal "Resilienz" 8 Säulen definiert, da diese den Kern der Resilienz in unserem Verständnis am besten treffen:

I - Achtsamkeit:
Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt präsent zu sein und deine eigenen Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten. Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen kannst du lernen, Stress zu reduzieren und deine emotionale Balance zu finden. Beispiel: Statt sich über einen stressigen Arbeitstag zu ärgern, nimm dir fünf Minuten Zeit, um dich auf deinen Atem zu konzentrieren und bewusst wahrzunehmen, wie du dich fühlst.
II - Akzeptanz:
Akzeptanz bedeutet, die Realität so anzunehmen, wie sie ist – ohne Widerstand und ohne dich von negativen Gefühlen überwältigen zu lassen. Indem du lernst, unangenehme Situationen und Emotionen zu akzeptieren, kannst du deine Energie auf konstruktive Lösungen konzentrieren. Beispiel: Wenn du einen unerwarteten Fehler machst, erkenne an, dass Fehler menschlich sind, und überlege dir, wie du es das nächste Mal besser machen kannst, anstatt dich selbst zu kritisieren.
III - Soziales Netzwerk:
Soziale Beziehungen sind ein wichtiger Schutzfaktor für die psychische Gesundheit. Ein starkes soziales Netzwerk bietet Unterstützung, Verständnis und Trost in schwierigen Zeiten. Es ist wichtig, aktiv in deine Beziehungen zu investieren und dir Unterstützung zu holen, wenn du sie benötigst. Beispiel: Nimm dir regelmäßig Zeit für Treffen oder Telefonate mit Freunden und Familie, um über deine Herausforderungen zu sprechen und Unterstützung zu finden.
IV - Optimismus:
Optimismus ist die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen das Positive zu sehen und an eine bessere Zukunft zu glauben. Ein optimistischer Blickwinkel kann deine Motivation und Ausdauer stärken und dir helfen, Herausforderungen leichter zu bewältigen. Beispiel: Nach der Ablehnung auf eine Jobbewerbung, betrachte es als Gelegenheit, neue Türen zu öffnen und vielleicht eine noch bessere Position zu finden.
V - Eigenverantwortung:
Eigenverantwortung bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit einer Person, für ihre eigenen Handlungen, Entscheidungen und deren Folgen Verantwortung zu übernehmen. Es impliziert ein Bewusstsein darüber, dass das eigene Verhalten direkte Auswirkungen auf das persönliche Leben und das Wohlergehen hat. Individuen, die eigenverantwortlich agieren, neigen dazu, proaktiv zu handeln, um positive Veränderungen in ihrem Leben herbeizuführen, statt sich als Opfer äußerer Umstände zu sehen. Beispiel: Anstatt den Verkehrsstau für deine Verspätung verantwortlich zu machen, plane künftig mehr Pufferzeit ein und übernimm die Verantwortung für deine pünktliche Ankunft.
VI - Lösungsorientierung:
Lösungsorientierung ist die Fähigkeit, in Problemsituationen nicht aufzugeben, sondern aktiv nach Lösungen zu suchen. Ein flexibles und kreatives Denken ermöglicht es dir, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben und neue Wege zu finden. Beispiel: Wenn auf der Arbeit ein Team-Projekt nicht vorankommt, überlege gemeinsam mit deinen Kolleg*innen alternative Ansätze oder neue Methoden, um das Ziel zu erreichen.
VII - Zukunftsorientierung:
Zukunftsorientierung bedeutet, seine Werte zu kennen und zu wissen, warum man etwas erreichen möchte. Durch das Setzen von Zielen, die zu deinen Werten passen, kannst du dich besser motivieren und durchhalten, auch wenn es einmal schwierig wird. Entscheidend ist, dass nicht nur das Endziel erstrebenswert für dich ist, sondern auch der Weg dorthin. Beispiel: Wenn du schon immer an handwerklichen Berufen interessiert warst, dich dein Umfeld aber dazu gedrängt hat, Rechtswissenschaften zu studieren, dann wird es einen Konflikt zwischen deinen Werten und deinem Ziel geben. Der Weg zum erfolgreichen Studienabschluss wird damit vermutlich um einiges schwieriger.
VIII - Selbstvertrauen:
Selbstvertrauen ist das Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten und die Überzeugung, Herausforderungen erfolgreich meistern zu können. Ein gesundes Selbstvertrauen gibt dir die Kraft und den Mut, neue Herausforderungen anzunehmen und dich weiterzuentwickeln. Beispiel: Erinnere dich an vergangene Erfolge und sage dir bewusst, dass du auch diese neue Herausforderung meistern kannst, bevor du eine wichtige Präsentation hältst.
3. Fazit
Die 8 Säulen der Resilienz geben dir einen guten Überblick, welche Bausteine für Resilienz wichtig sind. Da Resilienz wie ein Muskel trainiert werden kann, kannst du dir diese Säulen als Grundgerüst nehmen, um an deiner Resilienz zu arbeiten. Hinter jeder Säule verstecken sich immer noch einmal eine Vielzahl von Konzepten, Methoden und Übungen, die dir helfen deine Resilienz zu stärken. Wenn du mehr zu den einzelnen Säulen lernen möchtest, dann hol dir unser 66days-Journal "Resilienz".
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